26. SEPTEMBER 2016

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Instandhaltungskosten senken


Drahtherstellug

Die Nachfrage nach besonders belastbaren Werkstoffen wächst branchenübergreifend weiter. Hartmetall kann eine Antwort sein, zumal es strukturell gut an die jeweilige Aufgabe anpassbar ist.
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Schneller, höher, weiter: Auch bei der Herstellung von Bändern, Blechen und Rohren wachsen die Anforderungen in der Produktion kontinuierlich. Ob extreme Produktions- und Prozessbedingungen mit Extremtemperaturen, der Einsatz besonders abrasiver Stoffe oder enorme Druckbelastung – die Forderung nach maximaler Effizienz und Geschwindigkeit erhöhen den Verschleiß der eingesetzten Maschinenkomponenten und Werkzeuge.

Vorteil durch jahrelanges Know-how und Sortenvielfalt

Entsprechend sind die Verantwortlichen stets auf der Suche nach besonders belastbaren Werkstoffen. Dazu zählt der Sinterwerkstoff Hartmetall, der aus Wolframkarbid und einem Bindemittel, in der Regel Kobalt, hergestellt wird.

Die exakte Werkstoffzusammensetzung variiert je nach Anwendungsfall und den konkreten Produktionsbedingungen in der Anlage. Die Durit Hartmetall GmbH mit Hauptsitz in Wuppertal hat über 60 verschiedene Hartmetallsorten im unternehmenseigenen Forschungsinstitut am Produktionsstandort in Portugal entwickelt. Das Familienunternehmen fertigt maßgeschneiderte Komponenten, Werkzeuge und Bauteile aus Hartmetall und hat sich im Lauf der über 30-jährigen Unternehmensgeschichte zu einem weltweit tätigen Spezialisten mit internationalem Netz und Partnern im Rahmen der Durit-Gruppe entwickelt.

Wichtig ist die Gesamtkostenbetrachtung: Bei welchen Prozessen ist ein besonders robuster Werkstoff unverzichtbar? Welche Teile eines Werkzeugs sollten mit Hartmetall bestückt werden, um vor hohem Verschleiß zu schützen? Und wann ist das Beschichten der Komponenten die beste Option?
Dafür sind jahrzehntelange Erfahrung und Experten-Know-how notwendig. Denn: Nur maßgeschneiderte, bis ins kleinste Detail und präzise hergestellte Komponenten mit maximaler Konturengenauigkeit bringen die geforderten Effizienz- und Kostenvorteile.

Durit präsentiert auf Wire und Tube maßgeschneiderte Werkzeuge aus Hartmetall zum Ziehen von Rohren, Stangen, Profilen, Blechen, Bändern und Drähten. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Ziehringe, Ziehsteine und Ziehdorne, Mandrillen als Rund- und Profilwerkzeuge, Ziehbacken, Richtwerk- und Einziehwerkzeuge sowie Schabestähle für Schweißnähte.

Besonders in der Stangen- und Rohrzugtechnik ist es immer wieder spannend, auf neue Legierungen zu reagieren. Deshalb testen die Hartmetall-Spezialisten kontinuierlich neue Sorten und Beschichtungen und entwickeln sie in enger Zusammenarbeit mit den Kunden kontinuierlich weiter.

Dazu Beispiele für Ziehmatrizen: GD10 und GD15 sind harte Mittelkorn-Hartmetallsorten, die sich besonders als Verschleißschutz gegen Kaltaufschweißungen und Abrasion bei Stahlzug für kleine Durchmesser bewähren. Bei großen Durchmessern der Matrizen eignen sich GD20 und GD30 wegen größerer Bruchzähigkeit am besten.

Einige Anwender bevorzugen Ziehmatrizen mit CVD-Beschichtungen, um die Anhaftungen und Reibungswiderstände während des Ziehprozesses weiter zu minimieren.

Im Bereich der geschweißten Stahlrohre sind Schabestähle aus der thermisch besonders beständigen Hartmetall-Sorte PD30 schon viele Jahre erfolgreich im Einsatz. Diese ziehen die Schweißnaht direkt nach dem Schweißprozess im Hochtemperaturbereich noch rotglühend ab, damit das Rohr im nachfolgenden Ziehprozess weiterverarbeitet werden kann. Die Schabestähle für Schweißnähte werden jetzt auf Kundenwunsch meistens mit der neuen Beschichtung PVD-Galaxy geliefert.


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