01. JULI 2016

zurück

kommentieren drucken  

Kinderleichte Automation


Automation

Der Kinderwagenhersteller Hartan setzt auf modernste Fertigungstechnologien und zertifizierte Qualitätssicherung. Bei der Produktion setzt das Unternehmen daher auf das Prozess-Know-how von Kuka Systems.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Bereits seit 1950 entwickelt und fertigt Hartan hochwertige Kinderwagen im coburgischen Sonnefeld und zählt damit heute zu den führenden Kinderwagenherstellern in Europa.

Jeder Kinderwagen wird im Haus montiert und getestet. Keiner verlässt das Werk, ohne in der Qualitätskontrolle für ›einwandfrei‹ befunden zu sein. Das vom TÜV zertifizierte Unternehmen nimmt die Qualitätssicherung ernst und stellt höchste Ansprüche an sich und das Produkt. »Qualität und Sicherheit sind für uns das Wichtigste. Wir bauen Kinderwagen, als wären sie für unsere eigenen Kinder bestimmt«, sagt Philipp Bernreuther, Leiter Metallfertigung bei Hartan.

Die Kuka Systems GmbH ist als Anlagenbauer für Prozessqualität und -Know-how bekannt. Das Unternehmen ist ein Technologieführer im Fügebereich und ein geeigneter Partner, wenn es um sicherheitsrelevante Bauteile geht. Kuka kann durch den Technologietransfer aus der Automobilindustrie diese Prozesse auch in der General Industry anwenden. Somit ein solider Partner für Hartan.

Bei Hartan dreht sich alles um den Nachwuchs. Der Betrieb fertigt jeden Kinderwagen auf Kundenwunsch und Kundenbestellung. Mittlerweile produziert das Unternehmen 2000 Kinderwagen pro Woche – Tendenz steigend. Vor allem in der Metallfertigung entstehen oft Kapazitätsengpässe im Schweißbereich. »Unser Schweißpersonal im Haus ist wirklich sehr gut ausgebildet. Jede Naht ist perfekt. Aber ab einer gewissen Stückzahl ist das Pensum in dieser Qualität einfach nicht mehr zu bewältigen«, erklärt Philipp Bernreuther.

Es geht um das Schweißen von wöchentlich 3000 Bauteilen, die maßgeblich für die gesamte Geometrie, den Lauf und die Stabilität des Kinderwagens sind. »Wir müssen mit dieser Anlage die komplette Sitz- und Rückenproduktion für unsere neun völlig unterschiedlichen Kinderwagenmodelle sicherstellen«, berichtet Philipp Bernreuther.

Bei den zu schweißenden Kinderwagenbauteilen handelt es sich um absolut sicherheitsrelevante Teile, die 100 Prozent einwandfrei sein müssen. Fachlich kompetente Schweißprofis zu bekommen, ist mittlerweile eine Herausforderung – der Fachkräftemangel schreitet voran. Ebenso aber das schnelle Wachstum des Unternehmens und die hohen Qualitätsanforderungen von Kunde und Betrieb.

Wegen der langjährigen Erfahrung in der Automatisierung von Fügeprozessen entschied sich der Kinderwagenhersteller für eine flexible Standard-Roboterschweißzelle von Kuka Systems. Der Augsburger Anlagenbauer hat bereits jahrzehntelanges Fügetechnik-Know-how und bietet eine automatisierte Lösung, die Kapazitätsengpässe auffängt, höchste Qualitätsansprüche erfüllt und filigrane Schweißarbeit leistet – den Kuka Flexiblecube.

»Die Schutzgasschweißzelle ist gut geeignet für Automatisierungseinsteiger, denn sie lässt sich einfach und nahtlos in den Fertigungsprozess integrieren«, rät Karl Christian Messer, Leiter Strategischer Vertrieb Welding Solutions der Kuka Systems GmbH. Das Schutzgasschweißen ist der geeignete Prozess für Stahlverbindungen. Die Naht muss der Qualitätskontrolle standhalten, denn es handelt sich um sicherheitsrelevante Teile.

Diese präzise Schweißaufgabe ist für den Flexiblecube kein Problem. »Die Zelle ist bedienerfreundlich dank Plug & play, bietet ein hohes Maß an Investitionssicherheit, ist flexibel einsetzbar, da sie sich einfach an das Fertigungsumfeld anpassen kann, und zeichnet sich durch hohe Prozessqualität aus«, so Karl Christian Messer weiter.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
bbr 02/2014
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

 

bbr Sonderhefte und Supplements