30. JULI 2016

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Eine Besondere Konstellation


Interview / Dr. Klaus Middeldorf, Berthold Kösters

Dass der DVS und die GSI eng zusammenarbeiten, liegt nicht nur in der Natur der Sache, sondern auch an den verantwortlichen Personen. Vor einigen Monaten wechselte Dr. Klaus Middeldorf als Geschäftsführer vom DVS zur GSI. Mit seinem Nachfolger beim DVS, Berthold Kösters, hatte er seit 1999 dort zusammengearbeitet.
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Was unterscheidet den DVS und die GSI, was verbindet die beiden Gruppierungen?

Berthold Kösters: Zwischen dem DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.) und der GSI (Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH) gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die GSI wurde 1999 als Beteiligungsgesellschaft gegründet, um das gesamte operative Geschäft der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalten des DVS zu bündeln. Ziel dieser organisatorischen Arbeitsteilung ist es, Synergien in der nationalen und internationalen Arbeit zu nutzen und die regionalen Einrichtungen des DVS zu stärken.

Das gelingt hervorragend, wie man am Spektrum der GSI-Aktivitäten sehen kann. Die Verknüpfung von DVS und GSI ist zudem sehr deutlich geprägt durch die Menschen, die Verantwortung in diesen Einrichtungen übernommen haben. Im Moment ist die Situation besonders einfach, Herr Dr. Middeldorf und ich haben ja über zehn Jahre im DVS unmittelbar zusammengearbeitet. Wir haben Schnittstellen, die elegant gefüllt werden müssen, und das erreichen wir auch.

Dr. Klaus Middeldorf: Die operative Arbeitsteilung erfolgt im Interesse einer nutzbringenden Zusammenarbeit, die sich natürlich auch inhaltlich widerspiegelt. Der DVS steht für Forschung, Technik, Bildung und Zertifizierungen in allen Fragen der Fügetechnik. Das heißt, uns eint der Gedanke ›Entwicklung und Förderung der Fügetechnik‹ im weitesten Sinne. Der DVS spannt das ganze Themenfeld auf, handelt dabei aber mitgliederorientiert. Denn die Mitglieder, die für ihre Mitgliedschaft zahlen, müssen aus dieser Mitgliedschaft auch einen Nutzen ziehen.

Wir, als GSI, nutzen das, was an Aktivitäten im Verband stattfindet, um es in konkrete, marktfähige Dienstleistungen umzuwandeln. Alle Facetten der Fügetechnik werden innerhalb des DVS be- und erarbeitet; die GSI wandelt die dabei gewonnenen Erkenntnisse in passgenaue Ausbildungsangebote vor Ort um.

Berthold Kösters: Unterschiede zwischen dem DVS und der GSI bestehen lediglich in der Wahl der Instrumente und der Produkte. Unsere gemeinsame Zielgruppe ist aber immer die interessierte Fachöffentlichkeit. Zusammen mit der DVS Media GmbH bilden der DVS und die GSI ein stimmiges System von Wissen, Information, Servicedienstleistungen und Produkten. Der gemeinsame Messestand auf der diesjährigen ›Schweissen & Schneiden‹ verdeutlicht diesen Gedanken auch in der Außendarstellung. Nicht zuletzt trägt das neue Corporate Design des DVS und seiner Organisationen auch dazu bei, die engen Verbindungen deutlich zu machen und die Marke DVS so nachhaltig zu stärken.

Dr. Klaus Middeldorf: Nehmen wir das Beispiel DVS-Merkblätter: Diese werden inhaltlich im DVS erarbeitet und den DVS-Mitgliedern kostenlos und direkt zur Verfügung gestellt, aber die Bereitstellung für die Öffentlichkeit kann der DVS wegen der e.V.-Strukturen, also wegen seiner Gemeinnützigkeit, nicht leisten. Deshalb erfolgen Vertrieb und Bereitstellung durch die DVS Media GmbH und die Umsetzung durch die GSI. Wir sind weniger mitglieder-, sondern vielmehr kunden- und marktorientiert.

Deshalb die starke regionale Präsenz?

Dr. Klaus Middeldorf: Ja. Das gilt aber für beide Einrichtungen. Der DVS hat etwa 80 Bezirksverbände und etwa 350 Ausbildungsstätten in Deutschland.


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