26. JULI 2016

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Wissenstransfer


Markt

Die Lasys 2012 wird zeigen, dass das Konzept der Veranstalter aufgeht, sich auf die Materialbearbeitung zu konzentrieren. Sie kommt zur rechten Zeit: Das Lasergeschäft zumindest der deutschen Hersteller boomt wieder.

2011 ließ sich das Produktionsvolumen deutscher Hersteller an heimischen Standorten und bezogen auf den Strahlquellen-Bereich, ausgelegt als CO2-Laser und Festkörperlaser, gegenüber 2010 wertmäßig um rund 60 Prozent steigern und im Vergleich mit 2009 verdoppeln. Kraftvoll gesteigert wurde auch die abgesetzte Anzahl kompletter Diodenlaser für Direkteinsatz samt zugehörigen Verkaufswerten.

Der in identischer Abgrenzung erzielte Zuwachs im Export bewegte sich in der Größenordnung von reichlich einem Fünftel, wobei sich hier die Aufnahmefähigkeit Osteuropas verdoppelte und auch das Sonstige Asien (ohne Japan und China) überproportional zulegte. Bei mit CO2-Lasern und Festkörperlasern ausgerüsteten Anlagen für die Materialbearbeitung, also im Systemgeschäft, notierte der Produktionswert 2011 fast ein Viertel über Ergebnis 2010 beziehungsweise mit 93 Prozent Plus über Krisenjahr 2009, und partizipierte somit voll an der international wirksamen Ausweitung des Marktvolumen 2011 für lasergestützte Fertigungstechnik.

Im Export der in Deutschland produzierten Lasermaschinen ergab sich ebenfalls etwa ein Fünftel Wachstum. Insbesondere China konnte die Teilhabe an der gesamten System-Ausfuhr markant erhöhen. Weitere Treiber der Exportleistung waren aber auch die anderen Regionen Ostasiens.

Nach der spektakulären Aufholjagd im Anschluss an den tiefen Fall im Krisenjahr 2009, wo der Nachfrageeinbruch kaum gedämpft durch Auftragsbestand durchschlug, gerade weil die Branche gebuchtes Auftragsvolumen qua kurzer Durchlaufzeiten schnell in der Produktion realisieren kann, entwickelte sich der laufende Auftragseingang 2011 deutlich gedämpfter. Sowohl bei Strahlquellen als auch im Bereich der Laseranlagen normalisierte sich die Bestelltätigkeit mit nur mehr moderat zweistelligem Zuwachs gegenüber 2010.

Gerade jüngst sind Prognosen für die weltweite Entwicklung 2012 der Industrieproduktion und der Anlageinvestitionen der wichtigsten Abnehmerindustrien mit fast vier beziehungsweise rund sieben Prozent neu justiert worden. Diese Ansätze bewegen sich deutlich über der zuletzt im Spätherbst 2011 als Risiko-Szenarium durchgespielten Stagnation und einer mit nur knapp drei Prozent eingestellten Steigerungsrate für den Invest.

Ergo: Vor dem Hintergrund der am aktuellen Rand fühlbaren finanz- und realwirtschaftlichen Konsolidierungstendenzen kann die Laserbranche dem Geschäftsjahr 2012 mit Zuversicht begegnen. Dies insbesondere auch wegen des hohen und weiter wachsenden Gewichts Asiens und der dort zunehmenden Hinwendung zu höherwertigen, also potenziell exportfähigen Erzeugnissen. Dieses begünstigt das Angebot deutscher Fertigungstechnologie gehobener Machart. Die Chancen für deutsche Lieferanten, überproportional an genanntem Trend zu partizipieren, stehen gut.

www.messe-stuttgart.de


Zukunftsträchtig: Lasys 2012

Zu Recht wird die Lasertechnologie als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Dieses einzigartige, universelle Werkzeug für die Materialbearbeitung braucht auch eine einzigartige Präsentations- und Kommunikationsplattform. Mit der Lasys, der internationalen Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung in Stuttgart, ist das wohl gelungen. Sie findet im Turnus von zwei Jahren statt und geht dieses Jahr vom 12. bis 14. Juni in die dritte Runde. Das Konzept sei, so die Veranstalter, in den vergangen Jahren voll aufgegangen. Denn die Besonderheit der Lasys liegt darin, dass sie auf nahezu alle Branchen und auf die Anwendung unterschiedlichster Materialien ausgerichtet ist.

»Die Lasys spiegelt das vielseitige Anwendungsfeld von Lasersystemen in der Materialbearbeitung wider und entspricht damit genau den Marktanforderungen«, erklärt Meike Mayer, Projektleiterin der Lasys. »Zur Lasys 2010 kamen 71 Prozent der Besucher aus der Industrie, überwiegend aus dem Maschinenbau und Automobilsektor, aber auch aus der optischen, der metallbe- und -verarbeitenden Industrie, dem Anlagen- und Apparatebau, aus der Elektro- und Elektronikindustrie, der Medizintechnik, Präzisions- und Feinwerktechnik, Kunststoff- sowie Halbleiterindustrie. Diese Vielfalt unterstreicht den branchen-, und materialübergreifenden Charakter der Lasys, was in der Messelandschaft einzigartig ist.« Im Fokus der Lasys 2012 stehen Maschinen, Verfahren und Dienstleistungen, einschließlich der laserspezifischen Maschinensubsysteme.

Rund 200 Aussteller werden auf dem Stuttgarter Messegelände erwartet, davon etwa 35 Prozent aus dem Ausland.

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