01. JUNI 2016

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Thematisch stimmig und attraktiv


Interview/Petra Ziegler

Wer den ohnehin schon eng gespickten Messekalender mit einer weiteren Veranstaltung verdichten will, muss gute Gründe haben. Einer von vielen, die [WFB]-Projektleiterin Petra Ziegler nennt: Eine Messe für Werkzeug- und Formenbauer müsse zu den Werkzeug- und Formenbauern.

Die Messe ›[WFranc]‹ für Werkzeug- und Formenbau findet erstmals am 13. und 14. Juni 2012 im Messezentrum Augsburg statt. Damit befindet sich das Messegeschehen mitten im süddeutschen Markt der Branche und in direkter Nachbarschaft zu den Abnehmern und Wertschöpfungspartnern aus unterschiedlichen Industriezweigen.

Der Veranstalter der [WFB], der Carl Hanser Verlag, folgt dem zeitgemäßen Trend, die Branchenmesse dort zu veranstalten, wo die Aussteller und Besucher zu Hause sind. Das Messekonzept versucht den Anforderungen zu entsprechen, die insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen an eine kostengünstige, erfolgsorientierte, branchenspezifische Veranstaltung gestellt werden.

Begrenzte Märkte verlangen Innovation – und Kontaktpflege

Werkzeug- und Formenbauer agieren auf zunehmend gesättigten Märkten: Das Neukundenpotenzial ist begrenzt, die Neukundengewinnung kostenintensiv, der Wettbewerbsdruck hoch. Kurze Produktlebenszyklen und zunehmende Qualitätsansprüche der Abnehmer fordern vom Werkzeug- und Formenbauer eine rationelle, hochpräzise Fertigung, fachspezifisches, aktuelles Know-how, qualifizierte Mitarbeiter sowie referenzstarke Kunden im Markt.

Nicht selten ist der Werkzeug- und Formenbauer eine direkte Einflussgröße auf den Markterfolg eines Produktes, wodurch ihm innerhalb der Wertschöpfungskette eine herausragende Bedeutung zukommt – zumal gerade die Unternehmen der Präzisionsmetallverarbeitung oft Arbeitsteilung mit Partnerunternehmen und Zulieferern vor Ort im engen regionalen Verbund praktizieren.

Unter diesem Aspekt sind gerade Fachmessen in homogenen Branchen-Clustern besonders wichtig, denn hier geht es bevorzugt um das ›Local Sourcing‹ statt um das ›Global Sourcing‹. Im Mittelpunkt steht die konzentrierte, enge Zusammenarbeit im heimischen Markt und die positiven Auswirkungen in Bezug auf Qualität, Zuverlässigkeit und Liefertreue.

Die Messe für den Werkzeug- und Formenbau wird im jährlichen Wechsel zwischen Augsburg (im Juni 2012) und Siegen (im Juni 2013) veranstaltet, dadurch wird der gesamten Branche die Möglichkeit geboten, direkt in oder zumindest nahe zu den Branchen-Hochburgen ein Branchenevent zu veranstalten.

Im passenden Umfeld, nah am Kunden

Petra Ziegler, die Projektleiterin der neuen Veranstaltung für den Werkzeug- und Formenbau, und der erfahrene Messeveranstalter Ulrich Brosz, Nexxus Veranstaltungen, erläutern in einem Interview die Gründe für die neue Messe, ihre Ziele und die Vorteile für die Teilnehmer:

Frau Ziegler, Sie sind die Projektleiterin der [WFB], der neuen Fachmesse für Werkzeug und Formenbau in Augsburg. Die Messe findet am 13. und 14. Juni 2012 statt. Es gibt bereits Messen für den Werkzeug- und Formenbau – warum nun eine neue Veranstaltung?

Petra Ziegler: Der Werkzeug- und Formenbau ist durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt, die kurze Wege zu Partnerunternehmen und Kunden dringend benötigen. Dem wollen wir mit unserer Messe konzeptionell Rechnung tragen. Die [WFB] findet nicht irgendwo, sondern mitten im Markt der süddeutschen Werkzeug- und Formenbauer statt. Wir bieten mit der neuen Fachmesse den Unternehmen eine kosten- und zeiteffiziente Möglichkeit, der Branche nun auch in Süddeutschland eine Stimme zu geben. Die eintreffenden Buchungen beweisen, dass das Konzept greift.

Um eine derartige Spezialmesse wie die [WFB] zu etablieren, sind einige Aspekte wichtig. Welche sind bezüglich des Werkzeug- und Formenbaus besonders relevant?

Petra Ziegler: Es gibt – wie bei jeder Fachmesse – heutzutage drei wichtige Aspekte: Erstens muss die Messe thematisch stimmig – also spezialisiert und thematisiert sein. Zweitens muss der Standort der Veranstaltung stimmen. Wir müssen mit einer Fachmesse an einen Standort mit dem passenden industriellen Umfeld und Hinterland. Drittens muss die Messe für Aussteller und Besucher attraktiv sein.
Hier geht es dann um die Kosten, den Zeitaufwand und das Angebot als Ganzes. Diese drei Aspekte sind auch die tragenden Säulen unseres Messekonzeptes.

Herr Brosz, Sie organisieren die neue Fachmesse. Ihre bisherigen Fachmessen, wie die Stamping-Days, Turning-Days oder auch die Metallmesse Mittelhessen, haben immer ins Schwarze getroffen. Was möchten Sie mit der [WFB]-Messe den Werkzeug- und Formenbauern vermitteln, und warum sollen diese Technikspezialisten auf diese Messe kommen?

Ulrich Brosz: Als Messeveranstalter geht es einem nicht darum, durch eine Veranstaltung eigene Vorstellungen oder Botschaften zu vermitteln. Das ist nicht die Aufgabe eines Veranstalters. Ein Veranstalter muss in den Markt hinein hören, dessen Tendenz erkennen – und kon-struktiv handeln. Die Branche hat uns bereits 2008 deutlich signalisiert, dass man eine weitere Branchenmesse wünscht, die aber geografisch direkt in den deutschen Märkten platziert sein muss.

Die größten Märkte – sowohl produzenten- als auch abnehmerseitig – liegen in Süddeutschland und Südwestfalen, deshalb werden wir hier die Messen platzieren. Der Themenkreis der [WFB]-Fachmesse ist maßgeschneidert für die Branche. Die [WFB] wird deshalb einen Magneteffekt auf Aussteller und Besucher ausüben. Die aktuelle Ausstellerliste und auch die schon vorhandenen Anfragen zeigen bereits, dass wir mit unserem Konzept so falsch nicht liegen können.

Wie setzt sich der Themenkreis der Veranstaltung zusammen?

Petra Ziegler: Die Leitlinien der Messe sind ganz klar die technologischen Themen und Trends entlang der Prozesskette, inklusive aller vor- und nachgelagerten Stufen. Daraus ergibt sich die Aussteller- und Besucherstruktur. Da der Werkzeug- und Formenbau in vielen Facetten auch in andere Branchen hinein reicht, rechnen wir mit Besuchern aus der Kernbranche sowie aus Randbereichen. Wie sich die Messe tatsächlich entwickelt, werden wir nach der ersten Veranstaltung genauer wissen.

www.wfb-messe.de

Wo die Musik spielt

Die neue [WFB]–Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau folgt dem Trend, Fachmessen dort zu veranstalten, wo die Messebesucher zu Hause sind. Das Messekonzept soll inhaltlich und organisatorisch den Anforderungen entsprechen, die insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen an eine kostengünstige, erfolgsorientierte, branchenspezifische Veranstaltung gestellt werden. Buchungsschluss ist der 30.03.2012.

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