09. DEZEMBER 2016

zurück

kommentieren drucken  

Stahlverband befürchtet Zusatzkosten bis 1,4 Milliarden Euro


Ausgleichszahlungen gefordert

Ob CO2-Emissionsrechtehandel, steigende Kosten aus der Förderung erneuerbarer Energien oder der geplante Abbau der Energiesteuerermäßigungen: Zusätzliche Kosten von jährlich bis zu 1,4 Milliarden Euro drohen der Stahlindustrie in Deutschland durch in Beratung befindliche nationale und europäische Gesetze im Bereich der Energie- und Klimapolitik. „Es ist vor allem die Industrie, die ganz wesentlich das Wachstum trägt.

Da ist es schon verwunderlich, dass die Politik gerade in dieser Phase konjunktureller Erholung weitere Belastungen beschließt“, kritisiert Hans-Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Schon heute gehören die Energie- und Stromkosten in Deutschland zu den höchsten der Welt. Doch anstelle von Entlastungen wird immer weiter an der Kostenschraube gedreht“. Jüngstes Beispiel sei der geplante Abbau von Energiesteuerermäßigungen im Zuge des Sparpakets der Bundesregierung. Diese seien für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie unabdingbar und dürften daher nicht aufgehoben werden.

„Deutschland braucht eine leistungsfähige Stahlindustrie, als Basis für Wirtschaftswachstum genauso wie für den Klimaschutz“, erklärt Kerkhoff. „Das geplante energiepolitische Konzept der Bundesregierung muss daher auch eine Antwort geben, wie Deutschland als Standort für energieintensive Industrien erhalten werden kann.“ So müsse der CO2-Emissionshandel wirtschaftlich und technisch machbar ausgestaltet werden. Außerdem sei ein Ausgleich für die emissionshandelsbedingten Strompreiserhöhungen erforderlich.

Umweltverbände halten diese Forderung für absurd. So würden die Klimaschutzziele nicht erreicht, die Maßnahmen der Regierungen zur Beschäftigungstherapie für Fiskalbeamte. Durch den Emissionsrechtehandel soll die Industrie zu effizienzsteigernden Investitionen angehalten werden. Darauf gehe der Stahlverband überhaupt nicht ein.

Datum:
04.08.2010
Unternehmen:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


  Jetzt Newsletter
abonnieren!