29. SEPTEMBER 2016

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Deutschland Europameister bei flexiblen Arbeitszeiten


Billiglöhner im Abseits

Bei der Fußballweltmeisterschaft fragen sich Beschäftigte in vielen Unternehmen Europas, ob sie die Spiele sehen können, auch ohne Urlaub nehmen zu müssen. Wohl dem, der dann flexible Arbeitszeiten oder gar Vertrauensarbeitszeit hat:
Deutschland und Dänemark sind Europameister in Sachen flexible Arbeitszeiten. Hier können die meisten Beschäftigten über Gleitzeit, Arbeitszeitkonten oder sogar Vertrauensarbeitszeit die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst mitgestalten.

Nur gut 38 Prozent der Beschäftigten in Dänemark und Deutschland haben starre Arbeitszeiten. Knapp zwei Drittel praktizieren verschiedene Formen der Arbeitszeitflexibilisierung. In Dänemark sind individuelle Arbeitszeitvereinbarungen weit verbreitet, in Deutschland die Arbeitszeitkonten. Auch die Mitarbeiter in schwedischen Unternehmen stehen in Sachen Flexibilität auf dem Siegertreppchen: 61 Prozent haben flexible Arbeitszeiten, vor allem Gleitzeitregelungen.

In der Abseitsfalle hingegen, was die flexiblen Arbeitszeiten angeht, befinden sich die meisten Beschäftigten in Zypern, Bulgarien oder Rumänien. Denn dort haben 90 Prozent der Beschäftigten starre Arbeitszeiten ohne Zeitsouveränität.

Unternehmen, die am Thema „Flexible Arbeitszeiten“ interessiert sind, können sich an einem IW-Projekt beteiligen: Im Auftrag des Bundesforschungsministeriums unterstützt das IW kleine und mittlere Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie darin, maßgeschneiderte personalpolitische Konzepte zu erstellen, um sich auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung vorzubereiten.

Datum:
28.06.2010
Unternehmen:

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