24. MAI 2016

zurück

kommentieren drucken  

Schnelle Presse für schnellen Offroader


Der BMW X1 wird im Werk Leipzig produziert. Alle Außenhautteile für den Testsieger werden auf einer neuen Pressenlinie mit Servodirekt-Technik des Schuler-Konzerns gefertigt. Diese nahm im September 2009 ihre Produktion auf.

Auf rund 100 Metern Länge verteilen sich bei der neuen Pressenlinie im BMW-Werk Leipzig Platinenlader, sechs Servopressen und ein ergonomischer Teileauslauf. Neue Crossbar-Feeder von Schuler transportieren die Teile von einer zur nächsten Pressenstufe. Die Anlage verfügt über eine Gesamtpresskraft von etwa 100.000 KN – davon alleine 25.000 in der Kopfpresse. Auf der Anlage fertigt BMW über 40 verschiedene Teile für den BMW X1 und die BMW-1er-Reihe.

„Die derzeit schnellste Pressenlinie der Welt“
BMW kann auf der Pressenlinie fünf Meter große Werkzeuge einsetzen. Dennoch ist die Anlage sehr kompakt gebaut, was die Aufstellung in bestehenden Hallen ermöglicht. Die Kombination derart großer Werkzeuge mit einer Servopressenlinie mit 17 Hüben pro Minute ist völlig neu. In Leipzig steht damit laut Schuler die für diese Größendimension schnellste Pressenlinie der Welt.

Am Anfang des Umformprozesses steht ein Platinenlader, der die einzelnen Platinen der Anlage zuführt. Nach der anschließenden Zentrierung erfolgt in der Ziehstation – einer Servopresse mit 25.000 KN Presskraft – die Hauptumformung des Bauteils. In den fünf nachfolgenden Pressen erfolgen dann weitere örtliche Schneid- und Umformprozesse, durch die Schritt für Schritt ein kalibriertes, exakt geformtes komplexes Bauteil hergestellt wird.

Mit Servodirekt-Technik im Vorteil
Die Servopressenlinie zeichnet sich durch ein sehr hohes Maß an Flexibilität aus. Sie nutzt die Vorteile der innovativen Antriebstechnik. So können die Stößelbewegungen aller Pressen individuell für jedes Bauteil an den Umformprozess, das Werkzeug und den Teiletransport angepasst werden. Dies führt zu höheren Ausbringungen bei identischem Prozess.

Transfertechnik garantiert Leistungsfähigkeit
Garantiert wird die Ausbringungsleistung der Anlage auch durch ihre hochmoderne Automatisierung: Der neuartige hochflexible Platinenlader mit optischer Teilezentrierung ermöglicht zum Beispiel auch die Verwendung von sehr unterschiedlichen Platinenformen. Insgesamt sieben Crossbar-Feeder der neuesten Generation von Schuler transportieren die Bauteile von Presse zu Presse. Die Anlage ist für die Produktion im Dauerlauf auf 17 Hübe pro Minute ausgelegt. Durch den Einsatz entsprechender Presswerkzeuge können pro Hub vier Bauteile produziert werden.

Die Anlage ist auch für die Verarbeitung von hochfesten Stahlblechen ausgelegt und bewältigt hohe Produktionszahlen prozesssicher. „Durch die Kombination von hoher Ausbringung, kurzen Wechselzeiten und hoher Flexibilität leistet Schuler einen entscheidenden Beitrag zur Senkung der Teilestückkosten und somit zur Wirtschaftlichkeit von Presswerken“, so Klaus Linnig, Leiter des Geschäftsfelds Mechanische Großanlagen bei Schuler in Göppingen.

Datum:
28.05.2010
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


  Jetzt Newsletter
abonnieren!